Yasi Hofer im Pitcher

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Unter dem Namen Pitcher “Rock’n'Roll Headquarter Düsseldorf” hatte ich mir eigentlich nen riesigen Laden vorgestellt. So bin ich dann am letzten Sonntagabend in die Stadt am Rhein gefahren und war dann doch erst einmal etwas sprachlos, als ich vor einer kleinen Kneipe stand. Im Laufe des Abends habe ich dann gelernt, dass in Eckkneipen eine wahnsinnige Stimmung herrschen kann. Yasi Hofer eine Gitarristin (Siehe CD Kritiken) aus Ulm hatte sich zusammen mit der Adrian Weiss Band (Support) angekündigt. Adrian Weiss, der seine Klampfe auch für die Metalband “Gloryful” schwingt, eröffnete dann den Abend mit heißen Gitarrenläufen und einem sehr guten Bass / Schlagzeug-Duo. Er spielte einige Stücke von seinem neuen Album “Criminal record”. Unter anderem kamen “Beguiled”, “Criminal record” und “Bird hair day” beim Publikum sehr gut an. Die rein instrumentale Musik von Adrian Weiss überzeugt durch ausgefeilte Arrangements und wunderbare Melodien. Seine Stücke sind abwechslungsreich und vielseitig.

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So war das Publikum schon gut angeheizt, als gegen 20:30 Uhr Yasi Hofer und Band die kleine Bühne im Pitcher betrat. Yasi spielte als erstes den Opener “Cosmic Stars” ihres neuen Albums “Faith”. Dann natürlich auch den Titelsong “Faith” selbst und meine Favoriten “Painting my own world” und “Clouds”. Yasi wirkt auf der Bühne sehr relaxt und konzentriert und erzählt in einer kleinen Pause auch von ihrer Arbeit für den Tierschutz. Ihre Melodien sind genial und bringen den Hörer in eine Welt jenseits von Hektik und Stress des Alltags. Bassist Steffen Knauss und Schlagzeuger Christoph Scherer glänzten auch mit kleinen Soloeinlagen und als die vor Freude pfeifende und jubelende Menge im Pitcher nach ca. 1 1/2 Stunden nach einer Zugabe verlangte, legte Yasi den Jeff Beck Klassiker “A Day in the Life” nach. Die von Steve Vai entdeckte Gitarristin ist fest auf den “Brettern die die Welt bedeuten” geblieben und kommt auf und hinter der Bühne sehr sympathisch rüber. Für mich als Gitarrenfan war es ein tolles Erlebnis und auch eine bleibende Erinnerung an einen wunderbaren Abend im Rock’n'Roll Headquarter.

Alle Bilder aus dem coolen Pitcher.

Union of Metal

DSC_1753Demon-Seduction

Am letzten Samstag gaben sich wieder vier Metal Bands in Duisburg die Klinke in die Hand. Das Parkhaus in Meiderich fährt seit einigen Jahren ganz gut mit dem Konzept, drei bis vier Bands an einem Abend im ehemaligen Jugendzentrum auftreten zu lassen. Erst im Dezember hatten wir dort bei “Stars of the Night” sogar eine Band aus Frankreich gesehen. Am Samstag wurde dann zur Union of Metal eingeladen und viele Fans hatten den Weg ins Meidericher Parkhaus gefunden. Den Abend eröffneten dann Demon Seduction aus Duisburg, die ihren Death-Thrash-Metal mit Hard- und Metal-Core Einflüssen auf die Bühne brachten. Diese Art Metal ist zwar nicht so mein Ding, aber die Jungs ließen die Menge mächtig losbangen und kamen selbst gehörig ins Schwitzen. Mit einer geilen Bühnenshow und starken Riffs starteten Demon Seduction das Minifestival ohne richtigen Headliner.

DSC_1826Dawn-of-Destiny

Als nächste Band kamen Dawn of Destiny aus Bochum, die auch nicht still auf der Bühne ihre Setlist runter spielten, sondern mit viel Action und starken Songs die Fans begeisterten. Sängerin Jeanette hatte mit ihrer Band keine Probleme die Menge sofort wieder in Stimmung zu bringen. Dawn of destiny hat mittlerweile mehrere Alben auf dem Markt gebracht, doch leider sind die häufigen Musikerwechsel für das Vorankommen der Band nicht gerade förderlich. Schade, aber mehrstimmiger Gesang, geile Soli und eine ebenfalls eindrucksvolle Bühnepräsenz zeichnen diese Bands auf jeden Fall aus.

DSC_2053Lyras-Legacy

Als dritte Band standen Lyra’s Legacy aus Witten auf der Bühne in Meiderich. Sie kamen mit ihrem Melodic Powermetal sofort beim Publikum an und ihr Sänger Christian Casaccia zeigte eine einwandfreie Leistung am Mikro. Auch Schlagzeuger Fabius Farkas, Bassist Tobias Breuer und Gitarrist Andreas Denz überzeugten an ihren Instrumenten. Die 2008 gegründete Band brachte, wie auch die anderen Bands, einige Fans aus der Heimatstadt mit. Wir können gespannt sein, wenn in Kürze ihr Album PRISONER auf den Markt kommt.

DSC_2335Lion-Twin

Als letzte Band erschien Lion Twin aus Wuppertal unter der Lichtanlage im Parkhaus. Die Band, die im Frühjahr 2011 gegründet wurde, konnte 2013 Udo Dirkschneider für den Song “Day of Anger” auf dem Album Nashville gewinnen. Die Songs vom Album kommen gut rüber und die übrig gebliebenen Fans lassen die kleine Halle an der Bürgermeister- Pützstraase noch mal heftig wackeln. Die Stimme von Liane Vollmer-Sturm zeigt deutlich ihre Vielseitigkeit, die die Sängerin auch im Trio “Amazing Swing Singers” unter Beweis stellt. Der Abend war ein echtes Highlight. Gute Bands, Bier für kleines Geld und jede Menge nette Leute, die die Union of Metal ordentlich abgefeiert haben!

Am 25. März stehen wieder vier Bands aus dem Ruhrpott bei “The Ides of Rock” im Parkhaus auf der Bühne!

Alle BIlder von der Union of Metal.