Alte CD Reviews

Alte CD Reviews:

81SpobyIMXL._SL1200_Serious Black – Mirrorworld

“Wow” hab ich glaube ich beim Hören und Sehen vom Video “Castor Skies” gesagt. Power Metal der Güteklasse 1a. Das Intro “Breaking the Surface” brachte dann einen ähnlichen Ausruf von mir. Der Stil von Serious Black erinnert mich ein bißchen an die Dänen Pretty Maids. “You’re not Alone” gefällt mir dann genauso wie die bereits erwähnten Tracks. Aber auch “Mirror World”, “State of my Despair” und “The Unborn never dies” treffen voll ins Schwarze. Bei dem hier verlinkten Album sind sogar noch sieben! Bonustracks drauf. Daher war die Bewertung auf jeden Fall klar, fünf Punkte. © Chris

 

51HEzruJ5xL._SS500_SS280Tarja – The Shadow Self

Nach der ersten Singleauskopplung war ich nicht gerade begeistert und war gespannt ob das neue Album von Tarja doch noch meinen Erwartungen entsprechen wird. Die ersten Klänge vom Album haben mich dann aber beruhigt und spätens nach dem Track “Demons in you” mit Alissa White-Gluz von Arch Enemy war ich überzeugt, dass das ein gutes Album wird. Weitere Highlights sind für mich “Love to hate”, “Calling from the Wild” und das 12 Minuten Stück “Too many”. Keines der anderen Stücke fällt aus oder unter dieses Level. Einziger Minuspunkt ist die Text-Covergestaltung. Derjenige, der das verzapft hat, gehört an den Wackenschädel genagelt. ;-) Insgesamt sind es für mich dann vier Points für Tarja. © Chris

 

VivaldiVivaldi Metal Project – The Four Seasons

Das Vivaldi Metal Projekt habe ich durch den Bassisten Alberto Rigoni kennengelernt. Er schickte mir einen Link auf die Webseite und als ich dann einen Trailer zu der CD “The four seasons” hörte, war klar das ich dieses Werk unbedingt hören muss. Fans von Malmsteen oder anderen klassisch angehauchten Bands wird dieses Album begeistern. Die Vielseitigkeit und der Klang des Albums sind ausgezeichnet. Die Chöre, die klassischen Instrumente und die vielen unterschiedlichen Stimmen und Stile der Sänger und Musiker machen dieses Album zu einem Erlebnis. Rockende Klassikfans können hier blind zugreifen. Five Points © Chris

 

81SPiEsz2HL._SL1500_The Winery dogs – Hot Streak

Was soll man über ein Album von einer Supergroup schreiben? Wenn sich Mr. Bass, Mr. Drums und Mr. Guitar ins Studio begeben, was wird da wohl dabei heraus kommen. Ein Superalbum natürlich, was sonst. Abwechslungsreich, rockig und auch gesanglich überzeugend. Ein Album auf dem jeder seine Lieblingsstücke findet. Meine sind “Fire” und “Oblivion”. Los finde deine. ;-) Six Points © Chris

 

91c4BejezxL._SL1500

Jen Majura – Jen Majura

Jeder spricht im Moment über Jen Majura, die neue Gitarristin von Evanescence. Doch kaum einer scheint ihr Soloalbum zu kennen. Das ist zwar schon 2014 auf den Markt gekommen, aber allemal gute Kost für den neuen Jen Majura Fan, der auf ein Album mit Evanescence noch warten muss. Ich hatte den Wirbelwind an der Gitarre, schon auf einem Wackenvideo bewundert und so hab ich mir das Album von der gebürtigen Stuttgarterin auch gekauft. Jen Majura singt auch auf ihrem Album und spielte in der Band Equilibrium die viersaitige Stromgitarre. Das Album beginnt mit “And then you call” wie ein Feuerwerk und zeigt sofort, warum Jen bei Evanescence noch nicht mal vorspielen musste. Sie sprudelt nur so vor Energie und zeigt auch mit “You kill my appetite” dem zweiten Song des Albums, das sie es voll drauf hat überzeugende Songs zu schreiben. Der funkige Bass auf “Live in hell” prägt ein wenig das sehr abwechslungsreiche Stück, das auch ruhige Parts hervorragend einbindet. Ihre Stimme erinnert mich ein wenig an Yvonne Ducksworth von Jingo de Lunch und die Mitstreiter Thomas Brucke am Schlagzeug und Tina Pfeiffer am Bass, lassen Jen auf einem perfekten Rhythmusteppich arbeiten. Auf “Complaints” und wie eigentlich auf dem gesamten Album finde ich den Sound super satt und für ein Rockalbum echt cool abgemischt. Der Gitarrenlauf auf “Mr. Pity Plot” gefällt sofort und mein “Metalheart” schlägt schneller. Der Riff von “Expect the unexcepted” brennt sich schlagartig in die Gehörgänge und lässt die Flitzefinger von Tobias Kersting mächtig über die Bundstäbchen wandern. Leicht hymnenartig wiederum schallt “Welcome everybody” aus meinen Teufelboxen und auch “Get out” hat “Live-Abrock” Qualitäten. “Now you miss me” hält dieses Level locker und spätestens mit “Ooh” fängt Jen auch den letzten Hörer nicht nur wegen dem heißen Text, sondern mit einem ebenso geilen Soli von Dennis Hormes ein. Mit “Hide from the World” rockt sie dann mit eingängigem Refrain zum Endspurt. “Jaded” rundet das Album ausnahmsweise mit einem Violinensoli von Klaus Marquardt gekonnt ab. Ich kann nicht anders, ich muss 6 Punkte geben und das nicht wegen Jen’s hübschen Beinen auf dem Cover. :-) © Chris

 

81iarKLfHHL._SL1400Zakk Wylde – Book of Shadows II

Schon das erste Album “Book of shadows” war nicht gerade typisch für Zakk Wylde. Jetzt brachte der US Amerikaner mit “Book of shadows II” den Nachfolger heraus. Der Song “Sleeping dogs”, der als Video bei Youtube erschien, zeigte das Wylde den Stil des ersten Albums weiterführt und da anscheinend eine große Fangemeinde hat. Die Stücke sind ruhig, bluesig, balladesk und gespickt mit seinen einzigartigen Soli. Auf das Album wurden 17 wunderschöne Stücke zum Träumen gebrannt. Zakk Wylde versteht es mit seinen Songs den Zuhörer zu fangen und mit über einer Stunde Musik zu begeistern. Als Anspieltipps kann ich “Tears of december”, “Lost prayer”, “the Leeve”, “Eyes of burden”, “Sorrowed regrets, “Sleeping dogs” und “the King” empfehlen. Nicht alle Songs holen mich ab, sind für meinen Geschmack zu ähnlich. Dennoch gefällt mir das Album und jeder wird hier seine eigenen Lieblingstücke finden. Das mir vorliegende Digibook hat noch andere Versionen von “Sleeping dogs”, “Tears Of december” und “Lost prayer” als Bonustracks drauf. four points © Chris

 

51SNvELOjXLDennis Hormes – Six String Therapy

Seit dem 24. März gibt es das neue Album von Dennis Hormes (Gitarrist, Sänger und Songwriter aus Kempen) rezeptfrei beim CD Händler in eurer Stadt. Er therapiert mit seinem Album alle die, die schon lange auf ein neues melodiöses und abwechslungsreiches Blues-Rock Album warten. Der Titelsong “Six String Therapy” schießt sofort ins Blut und lässt Hände oder Füße zappeln. Das Gitarrenspiel vom Hormes erinnert mich sofort an ein etwas älteres Album von Steve Morse. Aber auch Jeff Healey oder Adrian Vandenberg mit seinem “Manic Eden” Album durchqueren meine Gedanken. Der zweite Song “Heart to squeeze” zeigt mir aber deutlich, das sind Erinnerungen, das hier ist Dennis Hormes und spätestens bei “Living a lie” war ich durch die “Therapy” von meinen anfänglichen Gedanken schon fast geheilt. Mit “I don’t care bout you” setzt Hormes sein Werk beeindruckend fort. Das Stück weiß durch ausgefeiltes Songwriting und hervorragende Soli zu überzeugen. “Fading” hat Ohrwurmcharakter. Hier und auch bei allen anderen Stücken muss man einfach den ausgezeichneten Background-Gesang loben. Der Song “Here for a reason” zeigt ähnliche Qualitäten. Doch jedes Stück hat seine eigene musikalische Linie. Ein wenig rockiger schlägt der Song “Do you feel alright?” auf die Trommelfelle und sein markanter Gitarrenlauf bleibt genau dort hängen. Ebenfalls flott rockig ist der Track “Going down”. “Set my Condition” ist ein weiterer Song, der an Ideenreichtum nur so sprudelt und das gilt auch für Hormes Solis über das gesamte Album. Erschreckend brillant und einfach geil. Die Midtempo-Nummer “Morning Lights” entfacht wieder andere neue Facetten von Hormes und “Stronger” ist für mich ein kleiner Höhepunkt auf dem Silberling. Doch eigentlich jagt ein Höhepunkt den nächsten, immer wieder ein genialer Tempiwechsel und sein grandioses Gitarrenspiel lädt dann zum Träumen ein. Die Ballade “Cashing up” rundet das Album perfekt ab und so endet die ca. 46 minütige “Therapy” von Dennis Hormes. Wenn man bedenkt, was heute bei Ärzten so alles verordnet wird, da kann man eine “Six String Therapy” ohne Bedenken kaufen. Einziger “Nachteil”, die Therapy macht süchtig, aber heute hat ja alles irgendwelche Nebenwirkungen. ;-) Six Points © Chris

 

91XB22Q6OwL._SL1500Beyond the Black – Lost in forever

auch als limited Editon

Als ich die erste Singleauskopplung “Lost in forever” hörte, war ich ein wenig enttäuscht, denn der Song war mir einen Tick zu kommerziell, zu poppig. Doch als der zweite Song “Beautiful Lies” beim Probehören meine Trommelfelle Richtung Bogengänge passierte ;-) , wusste ich, dass das Album dem Vorgänger in nichts nachstehen wird. “Written in Blood” eine weitere starke Nummer, die das Album langsam zu steigern vermag. “Against the World” eine Ballade zeigt die Qualitäten der Band, besonders von Leadgitarrist Jens Lesser, der hier ein klasse Soli raushaut. “Forget my name” und “Shine and shade” stechen aus den folgenden Songs besonders heraus. “Nevermore” hat Hymnencharakter und bei “Heaven in Hell” läuft die Band zur Höchstform auf. Der treibende Rhythmus, der starke Gesang von Jennifer, die feinen Keyboardparts und die ausgefeilte Gitarrenarbeit unterstreichen das auf dem neuen Album. Das letzte Stück, eine weitere Ballade, schließt eindrucksvoll das zweite starke Album der Newcomer aus Germany. Die Limited Edition hat eine DVD vom Konzert in Wacken und einer Art Beyond the Black Doku der letzten Tour. 5 Punkte © Chris

 

avantasia-ghostlightsAvantasia – Ghostlights

Das neue Album von Avantasia löste schon vorab einige Schlagzeilen in den Medien aus. Tobias Sammet kündigte neben der kommenden Tour auch die Teilnahme beim Eurovison Song Contest an. “Mystery of a blod red rose”, die erste Auskopplung aus dem neuen Album “Ghostlights” wird in der Vorentscheidung des deutschen ESC teilnehmen. Die Presse überschlug sich mit Berichten und die Kritiken in den Metal Magazinen waren durchweg positiv. Jetzt hab ich das Album auch schon ne Weile im Schrank liegen und muss sagen, da hat keiner übertrieben oder gelogen :-). Tobias und seiner Mitstreiter haben wieder ein ausgezeichnetes Album abgeliefert. Der Opener “Mystery of a blod red rose” hat das Potenzial für einen ESC Song und lässt den Hörer mit seinen Klängen in typischer Avantasia Manier direkt ins Album eintauchen. Der zweite Song, ein zwölf Minuten langes Stück, zeigt die besonderen Qualitäten der Band und des Songschreibers Sammet. Wer es versteht über solche Längen den Hörer zu fesseln, hat seinem Platz in der “Hall of Fame” des Metals verdient. Tobias versteht es seit 2000 Songs zu schreiben, die den Hörer in eine beeindruckende Phantasiewelt entführen, musikalisch gesehen 1te Liga sind und keine Minute langweilen. “Let the storm descend upon you” ist für mich einer der Songs auf dem Album, weil er abwechslungsreich und episch rockig ist. Kein geringerer als Dee Snider von Twisted Sister singt im Song “The Haunting” mit und gibt dem Track den besonderen Touch. Der Ex Queensryche Sänger Geoff Tate ist beim Song “Seduction of decay” zu hören. Seine markante Stimme macht das Stück fast zu einem Queensryche Song, der damals für “Rage for Order” geplant war. “Ghostlights” der Titelsong des Albums ist schnell und von der Stimme von Michael Kiske geprägt, die mich in den letzten Jahren nicht mehr so begeistert, wie zu Halloween Zeiten. Ich hab mich auf jeden Fall satt daran gehört, was den Song nicht weniger interessant macht. Die Stimme von Herbie Langhans beim Stück “Draconian Love” finde ich da wesentlich interessanter, weil sie perfekt zum Song passt! Auch bei “Master of the pendulum” hat Sammet ein Händchen für den richtigen Sänger bewiesen. Marco Hietala gibt dem eh harten Song durch seine Stimme noch mehr Härte. Hier ist auch ein besonders geiles Soli von Sascha Paeth zu hören, der auf dem gesamten Album eine Spitzenleistung als Gitarrist abliefert. Sharon den Adel von Within Temptation eröffnet den Song “Isle of Evermore” mit ihrer wunderbaren Stimme. In den gemeinsamen Parts mit Tobias im Duett klingt das übrigens besonders schön. Mein absoluter Favorit ist der nächste Track. “Babylon Vampyres” kommt speedig und fett daher und lässt das Gitarrenherz höher schlagen. Manche Gitarrenparts erinnern mich an Flitzefinger Steve Morse, der heute bei Deep Purple die Saiten bedient. Die Halbballade “Lucifer” lebt von Jorn Landes einfühlsamen Gesang. Hier wie auch an anderer Stelle ist die Gitarrenarbeit von Bruce Kulick hervorzuheben. “Unchain the Light” ist wieder Avantasia typisch und mit guten Soli gespickt. Das letzte Stück des Albums, die Digipack Version hat mit “Wake up to the moon” noch einen guten Bonustrack, lässt einen meiner Lieblingssänger ans Mikro. Bob Catley von Magnum begeistert mich seit Jahren mit seiner unverwechselbaren Storyteller Stimme. Fazit: Die Presse lügt nicht. Das Album legt nach “The Mystery of Time” sogar noch mal einen drauf. Jetzt bin ich gespannt auf die Tour. 6 Point from Germany ;-) © Chris

 

DreamTheaterTheAstonishingDream Theater – The Astonishing

Ich mache es trotz des überlangen Albums kurz. The Astonishing ist für mich persönlich zu lang und die Härte vom Vorgänger “Dream Theater” fehlt mir doch zu sehr. Nein, es ist bestimmt kein schlechtes Album. Es gibt viele gute Stücke, die manchmal an Pink Floyd oder Kansas erinnern, aber insgesamt ist mir das Album zu ruhig. Gut die Stimme von James le Brie zählt schon länger nicht mehr zu meinen Favoriten, da ist er von vielen überholt worden ( Andy Kuntz oder Todd La Torre). Vielleicht kommt der Aha-Effekt ja erst nach dem 10ten hören und auch nur dann, wenn man das Album komplett an einem Stück geniesst. Ich bin gespannt auf das Konzert zum Album und möglicherweise werde ich dann die Kritik noch mal erweitern.

Am 10. März 2016 war ich im Ruhrcongress in Bochum um mir das Konzert “The Astonishing von Dream Theater anzusehen. Sie spielten ihr komplettes Konzeptalbum The Astonishing in einer fast ausverkauften Halle. Bei den bisherigen Konzerten hatte man mit gerockt, geklatscht, gebangt, bei diesem Konzert stand der Hörgenuss im Vordergrund, wie bei einem klassischen Konzert. Der Sound war am Anfang etwas zu sehr gitarrenlastig, doch später wurde er immer ausgeglichener und besser. Die Light- und Videoshow war genial und gut durchdacht. Lediglich fand ich persönlich die klimpernden Augen der Figuren aus “The Astonishing” etwas kitschig. Alle Musiker waren top drauf und auch der oft kritisierte James LaBrie brachte eine Spitzenleistung als Sänger. Nach 90 Minuten dann eine Pause und nach einer weiteren Stunde wurde die Band mit standing ovations und minutenlangem Beifall verabschiedet. Dream Theater hat ein weiteres Mal überzeugt. Mit ihrem eigentlich sehr ruhigen und außergewöhnlichen Album haben sie die Fans nicht verloren, obwohl das Vorgängeralbum „Dream Theater“ vom Sound her doch wesentlich härter und schneller war. Durch dieses Konzert hat sich die Wertung auf fünf Punkte erhöht. © Chris

 

51u-MJVevdLAxel Rudi Pell – Game of Sins

Axel Rudi Pell hat sein mittlerweile 17 tes Studioalbum auf den Markt geworfen. Der Silberling “Game of Sins” hat in der hier verlinkten Version elf Stücke (einen Bonustrack), ein Poster und ein ausführliches Booklet. Das Intro ist ehrlich gesagt nicht mein Ding, aber das erste Stück der CD zeigt sofort das hier der “Pellator” wieder zuschlägt. Ein sehr schöner eingängiger Riff hämmert dem Hörer den Song “Fire” in den Schädel und überzeugt auf ganzer Linie. “Sons in the night” lässt die Stimmung nicht abflachen, warum auch, wir hören hier schließlich Axel Rudi Pell. ;-) Ein satter Rhythmusteppich, dezente Keyboardklänge, ausgezeichneter Gesang und eine seit Jahren unverwechselbare Gitarre, daran erkennt man die Ruhrgebietsband. Der Titelsong “Game of Sins” kommt mit mystischem Intro daher und Rudi’s Gitarrenspiel prägt den ein wenig ruhigeren Song mit seiner Fender Stratocaster unverkennbar. Gioeli’s Gesang läuft hier ebenfalls zur Hochform auf. “Falling Star” geht wieder mehr ab und mit “Lost in Love” wird uns die erste Ballade des Albums präsentiert. “The king of fools” ist ein weiterer Song der echt im Ohr hängen bleibt und “Till the world says goodbye” ist ein Track in typischem “ARP” Stil der mich ein bisschen an “Land of the giants” erinnert. “Breaking the rules” passt für meinen Geschmack optimal zwischen die beiden langen Songs des Albums. Der Song geht vom Tempo her nicht zu hoch hinauf und bietet somit ein guten Übergang zum letzten Song der CD. Mit “Forever Free” hat Pell einen neuen genialen “Monstersong” geschrieben, bei dem seine immer wieder coolen Soli den Höhepunkt des Albums bieten. Der Bonustrack “All along the watchtower” (Bob Dylan) ist auf jeden Fall den Kauf der Digipack Version wert. Seine Version ist verglichen mit der von Hendrix schon etwas anders und für mich persönlich noch einen Tick geiler!

Insgesamt hat Axel Rudi Pell mit diesem Album ein gutes Stück Rockmusik abgeliefert. Mein Lieblingsalbum “Nasty Reputation” hat es aber nicht abgelöst. 5 Punkte © Chris

 

Vanden-PlasVanden Plas – Chronicles of the Immortals: Netherworld II

Mit dem Vorgänger “Chronicles of the Immortals – Netherworld Path one” hatten Vanden Plas vor gut einem Jahr schon ein Album vorgelegt, das für mich im Bereich Prog-Metal ein neues Kapitel aufschlug. Viele Metalfans begrüßen solche Entwicklungen wie die Resonanz auf das Album zeigte. Andere kritisierten das Album jedoch sehr heftig. Musik wird immer differenziert wahrgenommen. Es wird immer verschiedene Lager geben. Die einen, die offen für Veränderungen sind. Die anderen, die immer wieder den typischen Sound von ihrer Band hören möchten. Als ich Vanden Plas in diesem Jahr in Essen im Turock gesehen habe, fiel mir die Spielfreude und der ausgezeichnete Livegesang von Andy Kuntz auf. Aber auch die Herzlichkeit und Nähe zum Publikum bei dieser Band konnte man hautnah erleben. Das neue Album, um das schon mal zu sagen, über trifft meine Erwartungen an einen “Nachfolger” eines Hammeralbums. Es gibt keine Ausfälle wo man weiter auf “Skipt” klickt, es gibt höchstens besondere Highlights. Der Opener “In my universe” kommt bombastisch und spannend aufgebaut daher. Danach folgt mit “Godmaker’s temptation” ein Stück, das für mich auch Ohrwurm Charakter besitzt. Der Refrain geht mir jedenfalls nicht mehr aus dem Kopf. “Stone Roses Edge”, das erste Video aus dem Album, ist heavy und ein Nackenbrecher. Aber auch hier sind immer verschiedene Elemente des Songs ruhiger und erzählen, auch ohne den Gesang von Andy Kuntz, eine Geschichte. Was packt man in ein 13 Minuten Stück ohne den Hörer zu langweilen. Vanden Plas haben mit solchen Aufgaben keine Probleme, wie man im Song “Blood of Eden” hören kann. Da steckt so viel filigrane Arbeit und Virtuosität drin, einfach stark und immer wieder überraschend. “Monster” heißt das nächste Stück, das auch viele unterschiedliche Musikpassagen geschickt verbindet. Mit sehr schönen Gesangparts wartet “Diabolica comedia” auf. Aber auch die Keyboard- und Gitarrensoli sind hier erwähnenswert. Danach lässt einen “Where have the children gone”, das mit 4 Minuten, kürzeste Stück des Album träumen und “The Last fight” rockt danach stampfend und mit klassischen Einflüssen über den runden Silberling. Abschließend beendet Vanden Plas so bombastisch wie sie begonnen haben. “Circle of the devil” zeigt mit wunderbarem Chorgesang und orchestralen Elementen wie man Rock mit Klassik verbindet. Für mich eines der besten Alben in diesem Genre. Besonders Andy Kuntz gefällt mir immer besser, er hat für mich eine interessantere Stimme als James Labrie. Aber auch das ist Geschmacksache! :-) 6 Points © Chris

 

91MB27tHLsL._SL1500Voodoo Circle – Whiskey Fingers

Über dieses Album habe ich vorher in einigen Zeitschriften und Webseiten schon einiges gelesen und war nach der auch negativen Kritik gespannt was die Jungs um David Readman diesmal ausgebrütet haben. Ich bin eh kein Freund von direktem Vergleich und so habe ich mir das Album mehrmals angehört, ohne an diese Kritiken zu denken. Klar klingen Voodoo Circle nach Deep Purple und Whitesnake. Aber es macht immer noch einen Unterschied, ob man das gut oder schlecht macht. Alex Beyrodt und seine Mannen haben ein gutes Album abgeliefert. Neben vielen echten Rockern wie “Trapped in Paradise”, “Medicine man”, “Straight shooter” oder “Devil takes me down” hat das Album auch gute Midtempo-Nummern und schöne ruhige Stücke. Hier sticht besonders das sieben Minutenstück “Rhythm of my heart” heraus, aber auch “Watch and wait” und “The day the walls came down” wissen zu überzeugen. Insgesamt kommt es nicht ganz an mein Lieblingsalbum “Broken Heart Syndrom” heran. Wer aber guten erdigen Rock und schöne ruhigere Song im 70/80 Rock-Style mag, der kann hier blind zugreifen. 4 Punkte. © Chris

 

a2597584452_16Elvellon – Spellbound

Mehr durch Zufall bin ich auf diese Band aus NRW gestoßen, die durch einen kleinen Bericht im WDR auf meinem Fernseher landete. Da mir diese Musikrichtung seit Jahren sehr gut gefällt, bin ich dann auch gleich auf die Webseite der Band gegangen und fand eine hervorragend erstellte Webseite, sehr gute Musik und sogar ein Konzert in der Nähe. Spontan haben wir uns die Band dann im “Parkhaus Meiderich” in Duisburg angeschaut und waren von der Bühnenpräsenz und der Musik begeistert. Die neue CD, eine EP, ist mit fünf ausgezeichneten Stücken und gut gestaltetem Cover in diesem Jahr erschienen. Der Opener “Oraculum” verzaubert den Hörer sofort durch den satten und geilen Sound, an dem Gitarrist Gilbert Gelsdorf im LeFink Studio in Duisburg selbst gefeilt hat. Das Stück reißt sofort mit und ist brillant aufgebaut. Tiefbässe und feine Höhen entlockt “Oraculum” meinen Teufel-Boxen und die Stimme von Sängerin Nele überzeugt vom ersten Atemzug an. “Born from Hope” hat Ohrwurm-Qualität und zeigt das die Band das Zeug zum internationalen Act hat. Das beweist nicht nur das sehr schön produzierte Video zum Song. Mit “My Wings” zeigt die Band einen weiteren guten Song der natürlich auch wieder durch die gut harmonierende Mischung aus Keyboardparts, guten Gitarrenriffs und solidem Bass + Drum Teppich begeistert. Doch der Song hat mehr als das, er startet mit einer Keyboard Passage, die sich durch das ganze Stück zieht, hat ruhige Elemente, ein geiles Soli und lässt es aber auch immer wieder krachen. Richtig heavy startet dann “Dead-end Alley” und lässt meine Speaker wieder mächtig wackeln. Auch hier wieder sehr gutes Songwriting und geile Soli. Das letzte Stück, eine Ballade mit einer wunderschönen, zum Träumen auffordernden, Melodie lässt den Hörer noch ein weiteres Mal mit der elfenhaften Stimme von Sängerin Nele auf die Reise gehen. Wer mehr von Elvellon hören möchte sollte ich auf jeden Fall das bei YouTube veröffentlichte Konzert ansehen oder sich eines der Konzerte der Band anschauen. Es lohnt sich nicht nur wegen der Musik, denn die Band zeigt auf der Bühne das sie ihre Musik auch lebt. Eben echte Metaller.

Der Vergleich zu anderen Band wie Nightwish kommt bei Gruppen dieser Art wie z.B. auch bei Beyond the black natürlich auf. Doch ich persönlich finde das Elvellon ihren eigenen Sound und Stil haben, der sich besonders durch das sehr gute Songwriting der Stücke auszeichnet. Six Points. © Chris

81-YlZ543aL._SL1500_Leaves Eyes – King of Kings

Das neue Album von Leaves Eyes – King Of Kings gefällt im großen und ganzen sehr gut. Das erste Lied vom Album ein Intro, welches eine gute Überleitung zum zweiten Song dem Titelsong des Albums King Of Kings herstellt. Meine persönlichen Anspieltipps sind Halvdan The Black, The Waking Eye, King Of Kings, Vengeance Venom, Edge Of Steel und Swords in Rock. Beim Song Halvdan The Black geht die Melodie sowie der Refrain direkt ins Ohr und auch der Gesang von Liv Kristine ist mal wieder ausgezeichnet. Auch The Waking Eye hat wieder Ohrwurmcharakter und die Melodie ist auch sehr schön auf dem Keyboard gespielt. Was mir auch noch gut gefallen hat ist die Überleitung Feast Of The Year zum Lied Vengeance Venom die sehr stark an das Mittelalter erinnert. Bei Feast Of The Year gefallen mir besonders die Folk-Elemente. Im Song Edge Of Steel ist auch diesmal eine sehr gute Gastsängerin vertreten und zwar handelt es sich um Simone Simons von Epica. Beide Sängerinnen passen stimmlich gut zueinander und auch der satte Gitarrensound überzeugt hier, wie auf dem gesamten Album. Das letzte Lied Swords in Rock gefällt mir auch gut, weil hier Liv Kristine und Alexander Krull wieder abwechselnd singen und der Gitarrenklang ist hier wieder genial. 5 Points. © Marius

 

StryperStryper – Fallen

Stryper eine meiner Lieblingsbands aus den 80ern kündigte im August ein neues Album an. Meine Ohren wurden hellhörig. Nach dem ersten veröffentlichten Stück war ich begeistert und stellte das Album auf meine „must have“ Liste. Mein von uns „Metal“ geprägter Sohn ;-) schenkte mir das Album dann zum Geburtstag. Mit „Yahweh“ haut es mich sofort vom Wohnzimmersessel (und das ist nicht so einfach). Der Song hat neben dem supergeilen Gesang von Michael und dem starken Albumsound auch einen coolen Aufbau. Auch „Fallen“ und „Pride“ lassen keine Langeweile aufkommen und man fängt sofort an zu bangen. Oz Fox und Michael Sweet lassen die Gitarrenseiten qualmen und bringen schöne auch zweistimmige Gitarrensoli auf den Silberling. „Big Screen Lies“ ist ein echter Livesong mit eingängigem Rhythmus bei dem man gut abrocken kann. „Heaven“ kommt nicht weniger rockig rüber und „Love you like i do“ mit sehr schönem Chorgesang weiß ebenfalls zu überzeugen. Die Ballade „All over again“ zeigt das Stryper auch ruhigere Songs immer noch drauf haben. Der starke Basslauf im Song „After forever“ (ursprünglich von Black Sabbath ) macht den eh schon coolen Riff noch satter. Ein Hammersong. Dann hämmert „Till i get what i need“ sofort danach auf den Hörer ein. Wie immer macht auch hier der ausgezeichnete Chorgesang von Stryper den Song aus. „Let there be Light“ kommt etwas ruhiger und stampfend daher. Aber auch bei diesem Song kommt der unvergleichliche Stryperstil zur Geltung. „The Calling“ geht dann wieder schneller und rockiger ab. Der Refrain ist ebenfalls typisch Stryper. Als letzten Song brennen Stryper „King of Kings“ in den Rohling. Er erinnert mich an alte Songs wie „to Hell with the devil“. Wahrlich königlich sind Stimme und Instrumente, die den letzten Track, sowie den Opener „Yahweh“, zu meinen Lieblingssongs des Albums machen. Wer auf einen außergewöhnlichen Sologesang, guten Chorgesang und Songs, sowie geile Soli steht, muss hier einfach zugreifen!! 6 Points, what else. :-) © Chris

 

71KZ5cwuwdL._SL1050WASP – Golgotha

Auf das neue Album von WASP bin ich durch das coole Video „Scream“ aufmerksam geworden. Das Stück ist klasse aufgebaut und hat einen starken Riff. Die Stimme von Blackie Lawless muss man mögen sonst wird man mit dem Album nicht warm. Die Stücke sind eingängig, aber man kann sie nicht unbedingt radiokompatibel bezeichnen. Mit „Lost Runaway“ flacht das Album nicht ab, sondern macht den Hörer neugierig auf mehr! Der hymnenartige Gesang von Blackie macht auch die einzige reine Ballade „Miss you“ zu einem waschechten WASP Stück. „Slaves of the new world order“ ist ein weiteres 7 Minuten Stück auf dem Album das sofort überzeugt und mitreisst. Der Riff von „Eyes of my maker „ lässt jeden Headbanger sofort in Aktion treten. Nicht nur mit „Hero of the World“ zeigt Blackie Lawless das Solis seine Stärke sind. Was für manche wie Gesuhle klingt, ist für mich echt geiles Gitarrenspiel. Mit „Golgotha“ dem Titel und dem letzten Stück des Albums schließt WASP mit einem letzten sieben Minuten Track das Album. Wer WASP eh schon mag sollte auf jeden Fall zugreifen, alle anderen sollten vielleicht erst einmal rein hören, da die Musik von WASP durch den eigenen Stil und die Stimme von Blackie nicht jedermanns Sache ist. Gute 4 Points © Chris

 

QueensrycheQueensryche – Condition Hüman

Irgendwann so um 1995 hab ich aufgehört ein Fan von Queensryche zu sein. Ich kannte die Band seit der ersten Stunde und war mit “The lady wore black”, “Take hold of the flame”, “Walk in the Shadows”, “Eyes of the stranger” und “Silent Lucidity” groß geworden. Danach hatte mich zwar der neue Stil nicht davon abgehalten, die Alben “Promised Land” usw. zu kaufen, aber die Faszination der Band mit dem ausgewöhnlichen Musikstil war verflogen. Auch “Operation mindcrime II” konnte mich nicht wieder in die alten Zeiten versetzen, obwohl es ein gutes Album war. Die Presse berichtete dann über die Schlammschlacht der Band und Geoff Tate und der Rest von Queensryche taten sich selbst mit diesem Theater keinen Gefallen. Egal was da passiert war, die Berichterstattung über die musikalische Qualität von Queensryche war weit in den Hintergrund getreten. Ich verlor komplett das Interesse an meinen damaligen Heros. Dann August 2015 hörte ich von einem neuen Album, der erste Silberling mit Todd La Torre war an mir vorbei gegangen. Ich hörte bei YouTube das Stück “Guardian” und war so positiv überrascht, das ich mir sofort nach der Veröffentlichung das neue Queensryche Album “Condition Hüman” kaufte. Ich wurde nicht enttäuscht. Hier geht die Post ab. Der Opener “Arrow of Time” lässt den Hörer gleich wissen, das hier gerade diese geile Band aus den 90ern spielt. Der Sound neu, aber typisch Queensryche. “Guardian”, “Toxic Remedy” und “Eye 9″ lassen dich dann schon nicht mehr los und du bist schon wieder im Queensryche Fieber. Mit “Bulletproof” folgt eine sehr gute Ballade und mit “All there was” eine rockige Nummer Marke “erdig und geil”. Zum Schluss geben uns die Mannen um Michael Wilton ein Beispiel dafür wie neue Meilensteine in der Rockgeschichte errichtet werden. “Condition Hüman” ist ein Ausnahmestück wie es das Album “Operation Mindcrime” ist. Das und die restlichen Stücke des Albums geben mir das Gefühl, das hier eine Band ihre Spur wieder gefunden hat. Fazit: Ein Album mit Suchtfaktor! Warning, warning, warning. :-) 6 Points. © Chris

 

Iron-MaidenIron Maiden – The book of Souls

Nach langen fünf Jahren Wartezeit werfen Iron Maiden ihr neues Album auf den Markt. Schon der Name des Neulings “Book of Souls” lässt Großes erahnen. Der erste Song stellt das auch sofort unter Beweis und fängt die Maiden Fans sofort mit einem acht Minutenstück ein. “Speed of Light” und “The red and the Black” sind für meinen Geschmack dann weitere gute Stücke und mit “The Book of Souls” schließt die erste CD des Album ausgezeichent ab. Die zweite CD beginnt mit “Death of Glory” in typischer Maidenmanier. “Shadow of the valley” und die folgenden Stücke werden ebenfalls den Maiden Fan begeistern. Das fast 20 Minuten lange Stück am Ende des Albums zeigt dann warum Maiden sich in den letzten Jahren zu einer, wenn nicht der Band des Heavy Metals gemausert hat. “Empire of Clouds” ist eines dieser Stücke, das auf den nächsten Konzerten der Band für eine Atmosphäre sorgen wird, die diesen Auftritt unvergesslich machen wird. Das lange warten hat sich mehr als gelohnt. Maiden ist Heavy Metal pur! Fünf Punkte von mir. © Chris

 

71bGj1fWCqL._SL1417_Black Star Riders – The Killer Instinct

Schon das erste Album “All hell breaks loose” von den Black Star Riders hatte mir beim ersten rein hören gefallen. Songs wie “Kingdom of the Lost”, “Hey Judas” oder “Bound for Glory” versprühen Spielfreude und Spass. Das neue Album steht dem Erstling in keinen Punkt nach. Eben diese Spielfreude und “keltische” Fröhlichkeit kommt auch auf der neuen Silberscheibe rüber. Der Opener “The Killer Instinct” zeigt gleich wo der Weg langgeht. Die Stimme von Ricky Warwick erinnert an meinen Lieblingssänger Phil Lynott aus den 80ern und das Stück selbst lässt durchblicken wer hier die Songs schreibt. Kein geringerer als Scott Gorham, der ehemalige Gitarrist von Thin Lizzy zeigt hier deutlich, das er den Sound von Lizzy bestimmt hatte und heute immer noch mag. Alle Stücke sind hörenswert, aber am meisten haben mich “the Killer Instinct”, “Blindsided”, “Turn in your arms” und “You little Liar” begeistert. Fazit: Wer auf Thin Lizzy oder guten bodenständigen Rock steht, wird hier bestens bedient. In der hier verlinkten CD Version ist eine Bonus CD mit Aktustik Versionen und Bonustracks beinhaltet! Vier Punkte. © Chris

613dW-xBHFLNightwish – Endless forms most beautiful

Bevor das neue Album von Nightwish auf den Markt kam, gab es viele negative Stimmungen. Wie eigentlich immer, denn erfolgreiche Künstler werden immer extrem diskutiert. So war es klar, das eine Single wie “Elan” heftig niedergemacht wurde, aber auch neue Freunde fand. Auch ich hatte zuerst den Eindruck, dass es auf “Nightwish goes Pop” heraus läuft. Aber nachdem ich interesante Berichte über die Entstehung des Albums gelesen hatte, wurde ich neugierig. Tuomas Holopainen wurde laut diesem Artikel durch den Naturforscher Charles Darwin inspiriert und schrieb den größten Teil der Texte und die Musik für das 79- minutenlange Album. Die Einflüsse von Troy Donockley sind meiner Meinung nach aber deutlich zu hören. Floor Jansen hat als neue Sängerin nicht nur durch ihre eindrucksvolle Bühnenpräsenz u.a. auf dem Wacken Open Air 2013 überzeugt. Sie zeigt auch auf dem neuen Album, dass man nicht immer nur auf 200% laufen muss um eine ausgezeichnete Sängerin zu sein. Denn Live Konzerte lassen dann immer noch Spielraum um das Publikum von den “Stühlen” zu reißen bzw. umzuhauen.

Nach dem ersten “Einhören” habe ich ein gelungenes abwechslungsreiches Album im Player, das meine Boxen heftig zappeln lässt und auch sehr schöne Tiefbässe produziert. Der ein oder andere Abstrich bei den Songs entsteht durch die Ähnlichkeit zum Vorgänger. Meine bisherigen Favoriten sind “Weak fantasy”, “Yours is an empty hope” und “Endless forms most beautiful”. “The eyes of shabat gula” ist für mich ein Ausnahmestück und es ergänzt das geniale “The greatest show on earth” hervorragend. Nightwish hatte mich ehrlich gesagt mit “Dark passion play” enttäuscht, mit “Imaginaerum” etwas mehr zufriedengestellt und jetzt mit “Endless forms most beautiful” wieder in die phantastische Traumwelt von Nighwish entführt. Sechs Punkte. © Chris

 

51yUTQYERYLBeyond the black – Songs of Love and death

Bands wachsen schon seit Jahren wie Pilze aus dem Boden und überfüllen die CD Regale der Märkte. Dabei verliert man als Musikfan oft den Überblick. Besonders schön finde ich es dann immer wieder in dieser Fülle eine neue deutsche Band zu entdecken. “Beyond the black” gehört zu dem extrem boomenden Metalgenre Symphonic Metal und zeigt dort als Newcomer eine Vielfalt, die andere Bands in dieser Form nicht vorweisen können. Neben dem echt satten Sound auf dem Album sind geile Soli von Leadgitarrist Nils Lesser zu hören und der Klangteppich von Keyboarder Michael Hauser ist ebenfalls echte Sahne. Gitarrist Christopher Hummels, Schlagzeuger Tobias Derer und Bassist Erwin Schmidt liefern einen erdigen Sound als Rhythmussektion. Ein Ausnahmetalent ist die 19 jährige Frontfrau Jennifer Haben, die nicht nur einige Instrumente spielt, sondern auch seit fünfzehn Jahren musikalisch unterwegs ist. Anfangs mit Klavier und Saxofon, später kamen dann Gesang und Gitarre hinzu. Die Stücke sind eingängig, aber auch teilweise vom härteren Metal geprägt. Insgesamt gefällt mir das Album mit dem coolen Cover ausnahmslos. Anspieltipps sind “When angels fall”, “Running to the edge”, “Afraid of the dark” und “Love me forever”. Fünf Punkte für das Debütalbum. © Chris

SlashSlash – World on fire

Wenn ich das neue Album von Slash beschreiben müsste, würde ich sagen es klingt wie der ebenbürtige Nachfolger des letzten Guns ‘n’ Roses Albums der 90er Jahre. Das letzte Roses Werk ist für mich nicht mehr Guns ‘n’ Roses, da der Kopf der Band fehlt. Aber das ist Ansichts- und Geschmacksache. Hier liegt ein geniales Stück Musik in meinem CD Player und irgendwie scheint das Gerät zu grinsen, als die Lautsprecher die ersten Töne von World on fire raus pusten. Starker Sound, geile Soli und guter Gesang erreichen meine Ohren. Automatic Overdrive reißt mich dann besonders mit und auch Wicked Stone reiht sich in diese Klasse ein. Dann 30 Years to life, klingt echt nach Guns, klar immerhin war Slash ja der Gitarrist der Gruppe. Danach wird mein Gehör positiv mit Bent to fly beruhigt. Eine wunderschöne Ballade die Slash mit einem guten Soli veredelt. Keins der folgenden Stück fällt irgendwie ab, ich kann nur Stücke wie Withered Delilah, Battleground, Iris of the storm, the Dissident und The unholy noch hervorheben, weil sie “gut” weit übertreffen.

Kurz, World of Fire darf auf keiner guten Metalfete fehlen. Dieses Album steht so unter Dampf, man muss normal Handschuhe dazu liefern, damit man sie irgendwann am Ende der Fete zum Schlafen in die Hülle schieben kann. ;-) Auch für Slash volle Punktzahl.© Chris

Epica-The-Quantum-EnigmaEpica – The Quantum Enigma

Das Album von Epica – The Quantum Enigma gefällt mir total gut. Hier meine Meinung zu den einzelnen Songs. Der erste Song auf dem Album, ist ein Intro welches sehr gut als Opener zum zweiten Song passt. Meine Favoriten sind The Second Stone, The Essence Of Silence, Sense Without Sanity (The Impervious Code), Unchain Utopia, Chemical Insomnia und The Quantum Enigma (Kingdom Of Heaven, Parts II) auf die ich jetzt noch mal näher eingehe. „The Second Stone“ der zweite Song vom Album ist einer meiner Favoriten. Die Melodie geht direkt ins Ohr und der Refrain ebenso. Auch der gutturale Gesang von Mark Jansen gefällt mir bei diesem Lied. Bei „The Essence Of Silence“ gefällt mir der abwechselnde Gesang von Simone Simons und Mark Jansen. „Sense Without Sanity (The Impervious Code) ist mein absolutes Lieblingslied von diesem Album. Erstens ist der Gitarrensound besonders stark und auch die Einleitung ins Lied durch das Keyboard. Natürlich begeistert mich immer wieder der zauberhafte Gesang von Simone Simons. Beim Song „Chemical Insomnia“ kann man außergewöhnliche Keyboard-Effekte hören, die sehr gut zum Song passen. Der Titelsong kann ich nur sagen, ist mal wieder der Hammer. Eigentlich sind meiner Meinung nach alle Titelsongs bei Epica immer sehr gut gelungen. Von mir sechs Punkte. © Marius

AvantasiaAvantasia – The Mystery of Time

Das Projekt Avantasia von Tobias Sammet gibt es ja schon eine Weile und jede der CDs ist für mich ein kleines Meisterwerk für sich. Die hochkarätige Besetzung der Musiker, besonders der Sänger, auf den Alben lässt schon einen musikalischen Genuss vermuten und auch beim letzten Album “The Mystery of Time” wird man dahin gehend nicht enttäuscht. Einen Anspieltitel kann ich bei diesem Silberling nicht nennen, man muss ihn einfach komplett hören. Echten Fans empfehle ich die Version mit dem limited Digibook mit zwei Bonustracks und einem ausführlichen Booklet. Six Points für dieses Meisterwerk. © Chris

91DGr-FMP+L._SL1500Judas Priest – Redeemer of Souls

Wenn ich eine Band nennen müsste die Heavy Metal am besten präsentiert, dann würde ich immer Judas Priest sagen. Ich kenne die Band seit 1976, als das Album Sad Wings of Destiny in die Läden kam. Die Songs “Victims of Change”, “Genocide” und “Ripper” brannten sich damals voll in meine Gehörgänge. Die Band brachte danach ein gutes Album nach dem anderen heraus und begeisterte mich bis zum Album “Painkiller” mit jedem Silberling. Jetzt haben sie mich mit “Redeemer of Souls” wieder voll überzeugt. Das Album strotzt nur so vor Power und guten Songs. Meine Anspieltipps sind neben dem Opener “Dragonaught”, “Halls of Valhalla”, “Down in Flames”, “Metalizer”, “Secret of the Dead” und “Beginning of the End”. Würde mich echt freuen wenn Rob Halford und seine Band auf der Tour auch in Deutschland vorbei schauen würden. Insgesamt fünf satte Punkte © Chris

RDCRed Dragon Cartel – Red Dragon Cartel

Jake E. Lee ist für mich einer der besten Gitarristen der Hardrock Szene. Bei Ozzy Osbourne wurde sein Gitarrenspiel bekannt, stand aber leider für meinen Geschmack zu sehr im Schatten von verstorbenen Ozzy Gitarristen Rhandy Rhoads. Mit Bandlands hat er damals für mich „die“ Musik gemacht. Nach zwei eher durchschnittlichen Soloalben kommt er nun mit dem Red Dragon Cartel wieder in seiner alte Form. Der Opener „Deceiver“ bringt mehr als den rechten Fuß in Bewegung. „Feeder“ und „Slave“ holen einen dann vollkommen ab und „War machine“ zeigt dann, das die Zeit bei Ozzy ihn positiv beeinflusst hat. Ein geiles und sehr abwechslungsreiches Album für das ich fünf Punkte vergebe. © Chris

91Yh7qgwNtL._SL1425_Black Stone Cherry – Magic Mountain

„Me and Mary Jane“ ist genau die Singleauskopplung, die den Fans von Black Stone Cherry gefallen wird. Das Album gibt den unverwechselbaren Stil von BSC wieder und holt die Fans ab, die vom zweiten Album nicht so überzeugt waren. „Never surrender“ kommt stampfend wild daher und „Sometimes“ eine Ballade schließt an alte Songs wie „Things my father said“ an. Bei „Fiesta del Fuego“ oder „Peace Pipe“ kommt Stimmung auf, denn so ein Sound spricht den Hörer an. „Remember me“ als letztes Stück des Albums rundet das neue Werk von Black Stone Cherry gelungen ab. Meiner Meinung nach gibt es keinen einzigen Ausfall und somit mindestens fünf Punkte. © Chris

81bsagQ4aPL._SL1429_Vanden Plas – Chronicles of the Immortals-Netherworld

Die Band Vanden Plas weiß mit jedem neuen Album immer noch eins drauf zu setzen. Auch mit ihrem mittlerweile sechsten Album beweist das Quintett das sie zur 1.Liga der Prog Rocker gehören. Ausgefallene Songs Ideen, satter Sound und eine Geschichte, die den Phantasyfan aus seinem grauen Alltag in die Welt von Vanden Plas entführt. Kein einziges Stück fällt auf ein schlechteres Level ab. Ja auch sie haben die vollen sechs Punkte verdient. © Chris

71POMQbuqjL._SL1488_Vandenberg’s Moonkings – Moonkings

Ich nehme es mal vorweg, für mich schon jetzt das Album des Jahres! Nicht nur weil ich vor Jahren die Gruppe Vandenberg und deren einmaligen Gitarrensound mochte. Schon das erste Stück lässt sofort durchblicken wohin die Reise mit den Moonkings geht. Cooler erdiger Rock der Güteklasse 1A. Die Stücke erinnern an Bands wie Free, Whitesnake (ist ja auch klar, Adrian war Jahre Mitglied der Band von David Coverdale) oder Journey. Trotzdem klingen die Songs frisch, neu und überzeugend. Die Ballade „Breathing“ ist für mich eine der schönsten die Adrian Vandenberg je geschrieben hat. Alle anderen Stücke haben ein sehr hohes Niveau und machen Lust auf ein Konzert mit der Band. Auf einem Konzert im Turock im Essen konnte ich meinen Lieblingsgitarristen das erste Mal live erleben. Er ist trotz seiner Weltkarriere bescheiden geblieben und er zeigt dass ihm seine neue Musik seeeehr viel Spaß macht. Seine Soli sind zwar relativ kurz, aber einfach genial geil. Ich gebe natürlich sechs Punkte! © Chris

61328IEnyTLGotthard – Bang

Das neue Album der Schweizer Band Gotthard knüpft nahtlos an das erste Album nach dem Tod von Sänger Steve Lee an. Es zeigt auch gleich mit dem ersten Song was die Band von ihren Fans verlangt. Bangen! Für mich ein gelungenes Wortspiel, das dem Album noch einen besonderen Touch verleiht. Die erste „Single“ Auskopplung „Feel what i feel“ lässt den Hörer sofort mitgehen, was die restlichen Songs des Albums ebenso gut erfüllen. Eigentlich kann man das Album komplett durchhören, aber einige Songs wie „Maybe“, „Red on a Sleeve“, „Thank you“ oder „i want it all“ stechen noch mal aus dem Album heraus. Sechs Punkte für so ein gelungenes Album. © Chris

716i9E8AgML._SL1134_Tarja – Colours in the dark

Das nunmehr dritte Album der Finnin Tarja Turunen zeigt das die ehemalige Sängerin der Band Nightwish ihren eigenen unverwechselbaren Stil gefunden hat. Songs wie “Deliverance” und “Medusa” sind ausgezeichnete Stücken mit eigenem Charakter. Neben Terana an den Drums und Max Lilja am Cello hat Tarja auch hervorragende Saitenkünstler in ihrer neuen Band. Für mich hat Tarja den Schritt zum Erwachsenenrock gemacht und das sind für mich Bands wie Genesis, Deep Purple oder Pink Floyd. Wenn sieben Punkte möglich wären, würde sie die von mir bekommen. Aber wir haben uns eben auf die Schulnoten festgelegt, daher „nur“ sechs Punkte. © Chris

81R7hr16srL._SL1500_Europe – Bag of Bones

Ganz ehrlich, ich hatte mir wirklich viel von diesem Album versprochen. Denn nach dem ersten Probehören hatte ich mir das Album von Europe gekauft. Ich fand diese Gruppe damals auch nicht nur wegen ihrer Hymne „Final Countdown“ gut. Dass sie sich nach all den Jahren verändert haben würden, hatte ich auch schon in Kauf genommen. Das Titelstück “Bag of Bones” überzeugte mich ja auch, aber nach mehrmaligem Anhören des Albums war ich ein wenig enttäuscht. Der Silberling ist einfach zu glatt und vom Sound her zu ähnlich bei den Stücken. Als Europe-Fan kann man sicherlich zugreifen, aber sonst würde ich eher abraten. Nur drei Punkte für Europe. © Chris

81Qw1p-aarL._SL1000_Voodoo Circle – More than one way home

Das letzte Album von Voodoo Circle ist wieder ein absolut gelungener Silberling geworden. Der Erstling der Band hat mich damals vom Wohnzimmersessel gehauen und auch das neue Werk lässt meinen Sessel mächtig wackeln. Die super geile Stimme von Readman und das sehr gute Songwriting überzeugt neben den hervorragenden Soli von Bandleader Alex Beyrodt. Wer auf guten Rock mit einem Touch der 70er steht, sollte hier nicht lange fackeln, sondern zugreifen. Six Points from Germany. © Chris